1914 bis 1924

Im ständigen Auf und Ab der Zeit, wie auch des Logenlebens, brachte der Erste Weltkrieg den nächsten Einbruch. Nach den vorhandenen Unterlagen waren zwischen 1914 und 1918 81 Brüder zum Heer einberufen bzw. im Kriegsdienst tätig. Dadurch konnte das Logenleben nur noch unter Sparflamme aufrechterhalten werden. Die Reisetätigkeit mußte eingestellt werden, die Beziehungen zum Ausland brachen ganz ab. Die in der Heimat verbliebenen Brüder bemühten sich intensiv, auf caritativen und gemeinnützigen Gebieten verstärkte Aktivitäten zu entfalten. So erfuhr der Stadtmagistrat von Hof von der Loge Hilfe zur Unterstützung Kriegsbedürftiger. Dem Roten Kreuz wurden neben Geld die Logenräume zur Verfügung gestellt. Dafür erhielt die Loge im August 1918 von König Ludwig III. von Bayern ein Diplom für "allerhöchste Anerkennung für verdienstvolle Kriegsarbeit in der Heimat". Zwischen Januar und März 1918 mußten die wöchentlichen Clubabende wegen Kohlemangels eingestellt werden.

Mit Ende des Krieges belebte sich das Logenleben wieder schlagartig. 1921 fand eine Innenrenovierung des Logenhauses statt. Der damals in dem Tempel eingebaute Stern aus Facetteglas ist heute noch vorhanden. Vom guten Geist in der Loge zeugt, dass bei den Baukosten von 150.700 Mark hierfür 160.453 Mark, also mehr als benötigt, an Spenden eingingen.

1923 wurde eine Gedenktafel für die im Kriege gefallenen Brüder angebracht. Die katastrophale Geldentwertung bereitete dem Schatzmeister einen schweren Stand. Durch eine rege Aufnahmetätigkeit hatte die Loge 1924 180 Mitglieder.

Vom 7. bis 9. Juni 1924 feierte die Loge ihr 125-jähriges Stiftungsfest. Neben den eigenen Brüdern waren 74 Brüder auswärtiger Logen zu den Feierlichkeiten gekommen