1935 - 1945

Durch Runderlass des Preuss. Ministeriums des Innern vom 10. Juli 1935 wurde angeordnet, dass bis zum 1. September 1935 alle Beamte eine dienstliche Erklärung über ihre Logenzugehörigkeit und Logenämter einzureichen hatten. Mit Runderlass vom 2. September 1936 wurde bestimmt, dass Beamte, welche während ihrer Logenzugehörigkeit Ämter in der Freimaurerei bekleidet hatten, nur mit Zustimmung des Stellvertreters des Führers weiterbeschäftigt werden durften. Personen, die erst nach dem 30. Januar 1933 aus einer Loge ausgetreten waren, wurden grundsätzlich von einer Anstellung oder Beförderung ausgeschlossen.

Durch Beschluß der Polizeidirektion Hof vom 29. Oktober 1935 wurde auf Weisung der bayerischen politischen Polizei in München der >Deutsch-Christliche Freundschaftbund< aufgelöst und das gesamte Vermögen beschlagnahmt. Neben dem Logengebäude waren dies Stiftungen im Gesamtbetrag von 48.617 RM, Inventar von 25.000 RM und Kontoguthaben von 5.378 RM

Begründet wurde dies im Auflösungsbeschluß u.a.:

“Die fr. Loge “Zum Morgenstern” in Hof ist eine Tochterloge der Groß-Loge “Zur Sonne” in Bayreuth., bei der nach der Machtübernahme durch die NSDAP volks- und staatsfeindliche Umtriebe festgestellt wurden. Die engen Beziehungen zwischen den beiden Logen erfordern daher auch die Auflösung und die Beschlagnahme des gesamten Vermögens der Frmr.-Loge, nun “Deutsch-Christlicher Freundschaftsbund” in Hof. Die Tatsache, dass die Loge hier inzwischen einen anderen Namen angenommen hat, ändert nichts an der Sachlage. Es deutet im Gegenteil diese Äußerlichkeit darauf hin, dass der Zweck und das Dasein dieser Personenmehrheit vor der Staatsregierung geheim gehalten werden soll."

Durch einen weiteren Beschluß der Polizeidirektion Hof vom 20. August 1936 wurde das gesamte beschlagnahmte Vermögen zugunsten des Landes Bayern eingezogen. In der Folgezeit verkaufte die Polizeidirektion Hof das Logengebäude für 40.000 RM an die Stadt Hof