1948 - 1950

Am 18. März 1948 legte der hochverdiente und hochbetagte Br.: Horn das Amt des Meisters vom Stuhl nieder und die Bruderschaft betraute mit der Hammerführung Br.: Karl Roeder, der das Amt zwölf Jahre mit großem Erfolg führte. Zu Beginn des Jahres 1948 erfolgten die ersten Neuaufnahmen von Hofer Bürgern in die Freimaurerloge “Zum Morgenstern”.

Das Jahr 1949 war für die Loge in vielerlei Hinsicht sehr bedeutsam. Zunächst gelang es, nach mancherlei Rückschlägen und Schwierigkeiten, das Logenhaus in der Kreuzsteinstraße von der Stadt Hof zurückzubekommen. So konnte am 13. März 1949 der Einzug in unser Heim nach fünfzehnjähriger Trennung gefeiert werden. Die Räume waren in einem desolaten Zustand und bedurften der Erneuerung; dies gelang durch die Hilfsbereitschaft und durch reiche Geldspenden der Brüder. Zur Zeremonie der Lichteinbringung hatte sich die enorme Zahl von 176 Brüdern aus nah und fern eingefunden

So dann war es den Brüdern vergönnt, das 150jährige Bestehen der Hofer Loge im eigenen Haus zu begehen. Die Feierlichkeiten zum Jubiläum am Johannisfest 1949 bildeten einen denkwürdigen Markstein in der Logengeschichte. Eine Delegation der Hofer Brüder nahm schließlich teil an dem Zusammenschluß deutscher Logen zur “Vereinigten Großloge von Deutschland” in der Paulskirche zu Frankfurt/Main am 19. Juni 1949.

Um das Jahr 1950 erreichte die Mitgliederzahl des “Morgenstern” einen Höchststand; zusammen mit den erwähnten Deputationslogen waren es rund 140 Brüder. Diese hohe Zahl konnte in den Folgejahren nicht gehalten werden, denn viele der Brüder befanden sich im vorgerückten Alter; ein Teil der Heimatvertriebenen verzog in andere Regionen Deutschlands.