Preisträger 2014

Hofer Behindertenszene (HoBS) e.V.


Hof – Große Ehre für den Verein „Hofer Behinderten Szene“. Die Freimaurer-Loge „Zum Morgenstern“ zeichnete HoBS mit dem Humanitären Förderpreis aus. Im Logenhaus „Zum Kreuzstein“ überreichten der Meister vom Stuhl Alexander Achenbach und der zweite Aufseher Dr. Rolf-Dieter Hanrath an die Repräsentanten von HoBS, die Vorstände Karin Herbrig und Peter Bernotat sowie die Geschäftsführerin Frau Ursula Rohn, einen Scheck über 2500 Euro. Musikalisch umrahmt wurde der festliche Abend mit zahlreichen Ehrengästen vom „Trio Pasión“.
Achenbach erläuterte zunächst das Wesen des Freimaurerbundes. Es bestehe in der Einheit von leitender Idee, tragender brüderlicher Gemeinschaft und vertiefendem symbolischem Erlebnis. „Als Glieder eines ethischen Bundes treten die Freimaurer für Menschlichkeit, Brüderlichkeit, Toleranz, Friedensliebe und soziale Gerechtigkeit ein“, fuhr der Stuhlmeister der 1799 gegründeten Hofer Loge fort. An HoBS schätze man den ungeheuren persönlichen Einsatz der Verantwortlichen. „Selber einfach loslegen, Gleichgesinnte finden, schlicht menschlich handeln, bedeutet Mühen und bedingt Engagement. Dieses Handeln wollen wir ehren.“
 










Dr. Hanrath sagte in seiner Laudatio, voller Bewunderung nehme man das Leitmotiv des Vereins zur Kenntnis: Barrieren abbauen, die Hürden des Alltags überwinden, das Leben lebenswert gestalten – bis hin zur Selbstständigkeit, zur Selbstbestimmung und zur Integration. Zielsetzung des 1986 gegründeten Vereins sei es, Menschen mit Behinderung sinnvolle Freizeitaktivitäten im öffentlichen Raum zu bieten, diese nach den individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Wünschen auszurichten und zwar gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung.
 
Der zweite Aufseher der Loge fuhr fort, der Wunsch nach eigenverantwortlicher und sinnvoller Freizeitgestaltung bestehe gleichermaßen bei Behinderten und bei nicht behinderten Menschen „und ist übrigens ein Grundrecht nach Artikel 24 der Grundrechte-Charta“. Hanrath ging dann näher auf die vielfältigen Aktivitäten des Vereins ein, die von Malen über Yoga, Computerkurse und Theaterprojekte bis hin zu Urlaubsreisen reiche.
 
Er, der Laudator, und alle Brüder der Loge seien tief beeindruckt von dem, was HoBS geschaffen habe. „Indem Sie behinderte Menschen in die Gesellschaft holen, lebten und leben Sie Menschenliebe, Brüderlichkeit und Toleranz, also Werte, die auch für uns als Freimaurer im Zentrum unseres Denkens und Handelns stehen.“
 


Für die sichtlich gerührten Vertreter von HoBS dankte Karin Herbrig dem „Morgenstern“ für die große Ehre. Sie versprach auch im Namen ihrer Mitstreiter, sich auch künftig für die Behinderten einzusetzen.